Schlummernde Schätze I: Bossards "Kreise"

25.02.2018 – 06.05.2018

Nach seiner Pensionierung durchlebt der über 70jährige Johann Bossard zwischen 1944 und 1949 eine letzte große, intensive Schaffensphase. Mit unbändigem Gestaltungsdrang, meisterhaftem zeichnerischen Können und sicherem Gefühl für die Farbe schafft er knapp 200 Grafiken und Gemälde, die so genannten „Zwölf Kreise der Weltgeschichte“. „Wenn das ganze Werk auch einheitlich zusammenhängt, zwar sehr verschieden in Technik & Gehalt, so sollen die einzelnen Abteilungen jeweils ein Ganzes für sich darstellen.“ (Johann Bossard, 1946)

Die „Kreise“ zeigen verschiedene Kulturepochen, mythologische und religiöse Themen im Kontext eines großen Weltgeschehens, das mit Bildern zur Technokratie und zum Atomzeitalter bis in die jüngste Gegenwart reicht. Im „6. Kreis: Das tragikomische Labyrinth“  richtet der Künstler in satirischen Darstellungen einen kritischen Blick auf die Gesellschaft und die Zeitgeschichte. Auch das in Bossards Kunst immer wiederkehrende Motiv von Untergang und Neubeginn findet sich in seinen Kreisen. 

Flyer und Sonderführungen

Sonderführung: Bossards Kreise
Ostermontag 2.4.2018 &  So 29.4.2018, jeweils 15—16 Uhr
4 € zzgl. Eintritt, Anmeldung erforderlich

Sonderführung: Öffnung von Bossards Bilderbuch

Ostermontag 2.4.7.2018 &  So 29.4.2018, jeweils 16.30—17.30 Uhr
4 € zzgl. Eintritt, Anmeldung erforderlich

Kombipreis für beide Führungen zusammen: 6 € zzgl. Eintritt

Flyer zur Ausstellung

 

Der Künstler träumte von farbigen Reproduktionen, die einem großen Publikum preiswert zur Verfügung stehen sollten. „Also & besonders in Hinsicht auf den Zusammenbruch des ganzen kulturellen Europa ein richtiges Bossardsches Wolkenkukucksprojekt.“ (Johann Bossard, 1946)

Die Ausstellung bildet den Auftakt für die Reihe „Schlummernde Schätze“ und präsentiert eine Auswahl aus den „Zwölf Kreisen“, die in dieser Form noch nie der Öffentlichkeit gezeigt worden sind.

Abbildungen:
Das Tragikomische Labyrinth: Hohe Schule, 1944-46
Das Tragikomische Labyrinth: Gerechtigkeit, 1944-46
Götter schufen sich zum Bild den Menschen und der Mensch erdenkt die Götter sich als seiner Träume Ziel: Dionysos, 1944-46
Der Gartensaal: Mit den Bäumen, 1946
Die blauen Duette: o.T., 1944-46
Bänkelsängers Weltgeschichte: Technokratie, 1946
Fotos: Christoph Irrgang, Hamburg

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