Jutta Bossard Krull

Jutta Bossard an der Drehscheibe, o.J. (um / nach 1921)

Carla Augusta Elsine Dorothea Krull, kurz Jutta genannt, wurde am 6. Juli 1903 in Buxtehude geboren. Sie war das sechste und letzte Kind in der Lehrerfamilie Ernst Krull. 1922 begann sie ihr Studium an der Kunstgewerbeschule in Hamburg, wo sie sich auf Bildhauerei spezialisierte. 1926, nach Abschluss des Studiums, heiratete sie ihren Lehrer Johann Michael Bossard. Beide arbeiteten seitdem gemeinsam an dem Gesamtkunstwerk „Kunststätte Bossard“. Jutta Bossard übernahm viele der plastischen Arbeiten, etwa im Eddasaal, und schuf Keramiken. Außerdem bemalte sie Porzellan, das im Sinne der angestrebten Durchdringung von Kunst und Leben im Alltag Verwendung fand. Sie arbeitete aber auch zusammen mit ihrem Mann nach dessen Entwürfen (z.B. Mosaikfußboden im Kunsttempel) und wirkte mit ihren praktischen und handwerklichen Fähigkeiten am Ausbau der Kunststätte Bossard mit. Der NSDAP trat sie nicht bei. Nach dem Tode ihres Mannes (1950) setzte sie ihre ganze Energie für den Erhalt der Kunststätte ein. Im November 1995 gingen das Grundstück, die Gebäude und die Kunstwerke in die „Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard“ über. Damit sicherte Jutta Bossard-Krull den Erhalt der Anlage über ihren Tod hinaus. Am 13.10.1996 verstarb Jutta Bossard-Krull.

Beide Künstler sind mit Sondergenehmigung auf dem Grundstück beigesetzt.