Reden wir über Bossard

 

"Reden wir über Bossard" lautet der Titel unserer Sonderausstellung auf dem Gelände der Kunststätte und unserer neuen Veranstaltungsreihe! 

 

In der jüngeren Vergangenheit entwickelte sich eine kontroverse Debatte in den lokalen und überregionalen Medien, die sich mit der Haltung des Ehepaars Bossard zum nationalsozialistischen Regime befasst. Wir greifen das Thema auf und kommen mit unseren Besuchern ins Gespräch. 

 

Unsere Veranstaltungsreihe besteht aus Ateliergesprächen und Podiumsdiskussionen. Fachleute diskutieren unter anderem über die Rolle von Kunst und Kultur im Spannungsfeld von Politik und Zeitgeschichte oder über Fragen des Denkmalschutzes. Für das Konzept der Podiumsdiskussionen hat die Kunststätte Bossard den Kultursommerpreis des Landkreises Harburg 2021 gewonnen. 

 

Bitte melden Sie sich zu den Veranstaltungen telefonisch unter 04183/975 92 33 oder witmuetz@bossard.de an.

 

Unsere Sonderausstellung präsentieren wir Ihnen in direkter Nähe zum Eingangsgebäude. Wir nutzen dafür einen Seecontainer, den wir für die Jahresausstellung passend eingerichtet haben. 

 

Sonderausstellung „Forschung. Vorgutachten zur Frage des Verhältnisses von Johann Michael Bossard und Jutta Bossard zum Nationalsozialismus“

Nachdem die Sonderausstellung „Reden wir über Bossard“ über ein Jahr lang geöffnet war und das Publikum zum Mitdiskutieren einlud, wird im Seecontainer auf dem Museumsgelände seit September 2022 eine neue Ausstellung gezeigt: Anschaulich zusammengefasst werden die Zwischenergebnisse des aktuellen Vorgutachtens zur Frage des Verhältnisses von Johann Michael Bossard und Jutta Bossard zum Nationalsozialismus präsentiert.

 

Die Kunststätte Bossard hat 2021 das Institut für Zeitschichte (IfZ), München-Berlin mit der Erstellung des Vorgutachtens beauftragt. Die Forschungsarbeit hat Dr. Tobias Hof, Historiker und Experten für Neuere Deutsche Geschichte, übernommen und seine Zwischenergebnisse im März 2022 vorgetragen.  Dr. Hof stützte sich auf den schriftlichen Nachlass des Künstlerehepaars (vor allem private Briefkorrespondenz), ihren Bibliotheksbestand sowie auf ihr Netzwerk aus Freunden und Förderern.

 

In der neuen Sonderausstellung wird Johann M. Bossards Biografie mit dem Zeitgeschehen kontextualisiert, es wird seine Weltanschauung hinterfragt und auf die Strömungen geblickt, die diese beeinflusst haben.

 

Eine Medienstation bietet zudem ein weitergehendes Glossar und kurze Interviews. Zu Wort kommen hier Dr. Tobias Hof, Prof. Dr. Magnus Brechtken (Institutsleiter und Stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin), Rainer Rempe (Landrat des Landkreises Harburg und Vorsitzender der Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard) sowie Heike Duisberg-Schleier (Leiterin der Kunststätte Bossard).

Fachtagung: Zum Umgang mit schwierigem Erbe

Die Veranstaltung hat stattgefunden. Die Kunststätte Bossard wird begleitend im Frühjahr 2023 einen Tagungsband heraus geben.

 

Montag, 26. September 2022

9.00 Uhr
Anmeldung und Registrierung (Neues Atelier)

 

10.00 Uhr
Begrüßung (Heike Duisberg-Schleier, Kunststätte Bossard)

 

10.15 Uhr
Prof. Dr. Christian Fuhrmeister (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München): Kunst, Politik, Geschichte – zur Gegenwart einer Herausforderung

 

11.00 Uhr
Dr. Anke Rees (Universität Hamburg): Umstrittene Orte. Zum Umgang mit unbequemem Kulturerbe

 

11.45 Uhr
Dr. Astrid Becker (Nolde Stiftung Seebüll): Emil Nolde und seine Verstrickungen im Nationalsozialismus

 

12.30 – 13.15 Uhr
Mittagspause

 

13.15 Uhr
Dr. Elisa Tamaschke (Georg Kolbe Museum, Berlin): Aktuelle Forschungen zu Georg Kolbe im Nationalsozialismus

 

14.00 Uhr
Marc von Itter (Markk Hamburg): Zum Umgang mit Sammlungen aus der Kolonialzeit

 

14.45 – 15.30 Uhr
Kaffeepause

 

15.30 Uhr
Heike Duisberg-Schleier (Kunststätte Bossard): Forschung, Vermittlung und Diskussion. Vom Umgang mit der Geisteshaltung des Künstlers Johann M. Bossard.

 

16.15 Uhr
Abschlussdiskussion

 

16.45 Uhr
Führung durch die Kunststätte Bossard

 

Moderation: Dr. Thomas Overdick (Museumsverband Niedersachsen/Bremen e.V.)

Programm 2022

 

„Erhalten und Vermitteln - Die Bedeutung des Denkmalschutzes für Orte mit einem schwierigen Erbe.“
Dr.-Ing. Christina Krafczyk,Präsidentin des Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege im Gespräch mit Hans-Jürgen Börner

Donnerstag, 14. Juli 2022, 18 Uhr, Eintritt frei

Anmeldung unter Telefon 04183/975 92 33 oder per Mail: witmuetz@bossard.de

 

"Zum Schicksal des jüdischen Textilfabrikanten und Kunstsammlers Robert Graetz (1878 - 1945) im Nationalsozialismus. Rekonstruktion seiner Sammlung."

Vortrag von Dr. Angelika Enderlein, Kunsthistorikerin und Provenienzforscherin in Berlin
Zu Gast: Roberto Graetz, Enkelsohn des Kunstsammlers und Holocaust-Opfers Robert Graetz

Donnerstag, 30. Juni 2022, 18 Uhr, Eintritt frei

Anmeldung unter Telefon 04183/975 92 33 oder per Mail: witmuetz@bossard.de

 

"Belastetes Erbe. Zum musealen Umgang mit der Kunststätte Bossard"

Dr. Thomas Overdick, Geschäftsführer des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen e.V. im Gespräch mit Hans-Jürgen Börner

Donnerstag, 19. Mai 2022, Beginn 18 Uhr, Eintritt frei

Anmeldung unter Telefon 04183/975 92 33 oder per Mail: witmuetz@bossard.de

 

Vortrag Dr. Tobias Hof, Institut für Zeitgeschichte München−Berlin (IfZ)

Dr. Tobias Hof trägt die Ergebnisse der externen Aufarbeitung zur Haltung des Ehepaares Bossard während des Nationalsozialismus vor.

 

Dienstag, 29. März 2022, Neues Atelier, Beginn 18 Uhr, Eintritt frei

Anmeldung unter 04183/5112 oder schmidt@bossard.de

 

Eine Pressemitteilung zur Veranstaltung finden Sie im Pressebereich als Download.

Das Vorgutachten finden Sie hier.

Die Veranstaltung wurde in einem Film festgehalten.

Programm 2021 - Ateliergespräche

Ateliergespräch: Hans-Jürgen Börner und Uta Falter-Baumgarten

Aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen findet die Veranstaltung am Mittwoch, dem 1.Dezember 2021, nicht statt.
Einen Ersatztermin geben wir bekannt.

 

Ateliergespräch: Hans-Jürgen Börner und Ivar Buterfas-Frankenthal


Die Veranstaltung hat stattgefunden: Dienstag, 13. Juli 2021, 18.00 Uhr 

Pressemitteilung Ateliergespräch

 

Programm 2021 - Podiumsdiskussion: "Die Kunststätte Bossard in Jesteburg. Ein Ort für Kunst, Denkmalschutz und Politik?"

Mittwoch, 03. November 2021, 18 Uhr

Auf dem Podium nehmen Platz und diskutieren:

Rainer Rempe, Landrat Landkreis Harburg
Dr. Elke Gryglewski, Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und Leiterin der Gedenkstätte Bergen Belsen, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
Dr. Jörn Lütjohann, Rechtsanwalt
Michael Fürst, Vorsitzender Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen
Dr. Klaus Püttmann, Regionalreferat Lüneburg des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege

Pressemitteilung zur Veranstaltung

Programm 2021 - Podiumsdiskussion: "Zwischen Zeitgeschichte, Denkmalpflege und demokratischer Verantwortung - vom korrekten Umgang mit fragwürdigen Symbolen"

Die Veranstaltung wurde verschoben. Ein neuer Termin ist in Planung.

 

 

 

 

 

Externe Forschung - Vorgutachten

Am 29. März 2022 fasst Dr. Tobias Hof die Ergebnisse seiner ersten Forschung an der Kunststätte Bossard im Rahmen eines Vortrags für die Öffentlichkeit zusammen. Das Vorgutachen finden Sie hier.

Präsentation des Vorgutachtens - Mitschnitt der Veranstaltung

Wir haben die Vortragsveranstaltung mit PD Dr. Tobias Hof in einem Kurzfilm festgehalten.

Virtuelle Eröffnung der Sonderausstellung "Reden wir über Bossard"

Die Leiterin der Kunststätte, Heike Duisberg-Schleier, und Projektleiterin Viktoria Nixdorf laden zu einem virtuellen Rundgang durch die Sonderausstellung ein. 

Ateliergespräch mit Ivar Buterfas-Frankenthal

Wir haben das Ateliergespräch zwischen Ivar Buterfas-Frankenthal und Hans-Jürgen Börner aufgezeichnet.

Podiumsdiskussion 2021

Die ungeschnittene Podiumsdiskussion finden Sie auf unserem YouTube Kanal.