Reden wir über Bossard

 

"Reden wir über Bossard" lautet der Titel unserer Sonderausstellung auf dem Gelände der Kunststätte und unserer neuen Veranstaltungsreihe! 

 

In der jüngeren Vergangenheit entwickelte sich eine kontroverse Debatte in den lokalen und überregionalen Medien, die sich mit der Haltung des Ehepaars Bossard zum nationalsozialistischen Regime befasst. Wir greifen das Thema auf und kommen mit unseren Besuchern ins Gespräch. 

 

Unsere Veranstaltungsreihe besteht aus Ateliergesprächen und Podiumsdiskussionen. Fachleute diskutieren unter anderem über die Rolle von Kunst und Kultur im Spannungsfeld von Politik und Zeitgeschichte oder über Fragen des Denkmalschutzes. Für das Konzept der geplanten Podiumsdiskussionen hat die Kunststätte Bossard den Kultursommerpreis des Landkreises Harburg 2021 gewonnen. 

 

Bitte melden Sie sich zu den Veranstaltungen telefonisch unter 04183/975 92 33 oder witmuetz@bossard.de an.

 

Unsere Sonderausstellung präsentieren wir Ihnen in direkter Nähe zum Eingangsgebäude. Wir nutzen dafür einen Seecontainer, den wir für die Jahresausstellung passend eingerichtet haben. 

Unsere Ausstellung stellt insbesondere die Kommunikation zwischen Museum und Öffentlichkeit in den Fokus. Es geht hierbei um das Beispiel einer intensiv geführten Debatte im Zusammenhang mit einer Kulturinstitution und dem Umgang mit der Geschichte.

 

Fachtagung: Zum Umgang mit schwierigem Erbe

9.00 Uhr
Anmeldung und Registrierung (Neues Atelier)

 

10.00 Uhr
Begrüßung (Heike Duisberg-Schleier, Kunststätte Bossard)

 

10.15 Uhr
Prof. Dr. Christian Fuhrmeister (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München): Kunst, Politik, Geschichte – zur Gegenwart einer Herausforderung

 

11.00 Uhr
Dr. Anke Rees (Universität Hamburg): Umstrittene Orte. Zum Umgang mit unbequemem Kulturerbe

 

11.45 Uhr
Dr. Astrid Becker (Nolde Stiftung Seebüll): Emil Nolde und seine Verstrickungen im Nationalsozialismus

 

12.30 – 13.15 Uhr
Mittagspause

 

13.15 Uhr
Dr. Elisa Tamaschke (Georg Kolbe Museum, Berlin): Aktuelle Forschungen zu Georg Kolbe im Nationalsozialismus

 

14.00 Uhr
Marc von Itter (Markk Hamburg): Zum Umgang mit Sammlungen aus der Kolonialzeit

 

14.45 – 15.30 Uhr
Kaffeepause

 

15.30 Uhr
Heike Duisberg-Schleier (Kunststätte Bossard): Forschung, Vermittlung und Diskussion. Vom Umgang mit der Geisteshaltung des Künstlers Johann M. Bossard.

 

16.15 Uhr
Abschlussdiskussion

 

16.45 Uhr
Führung durch die Kunststätte Bossard

 

Moderation: Dr. Thomas Overdick (Museumsverband Niedersachsen/Bremen e.V.)

Programm 2022

 

„Erhalten und Vermitteln - Die Bedeutung des Denkmalschutzes für Orte mit einem schwierigen Erbe.“
Dr.-Ing. Christina Krafczyk,Präsidentin des Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege im Gespräch mit Hans-Jürgen Börner

Donnerstag, 14. Juli 2022, 18 Uhr, Eintritt frei

Anmeldung unter Telefon 04183/975 92 33 oder per Mail: witmuetz@bossard.de

 

"Zum Schicksal des jüdischen Textilfabrikanten und Kunstsammlers Robert Graetz (1878 - 1945) im Nationalsozialismus. Rekonstruktion seiner Sammlung."

Vortrag von Dr. Angelika Enderlein, Kunsthistorikerin und Provenienzforscherin in Berlin
Zu Gast: Roberto Graetz, Enkelsohn des Kunstsammlers und Holocaust-Opfers Robert Graetz

Donnerstag, 30. Juni 2022, 18 Uhr, Eintritt frei

Anmeldung unter Telefon 04183/975 92 33 oder per Mail: witmuetz@bossard.de

 

"Belastetes Erbe. Zum musealen Umgang mit der Kunststätte Bossard"

Dr. Thomas Overdick, Geschäftsführer des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen e.V. im Gespräch mit Hans-Jürgen Börner

Donnerstag, 19. Mai 2022, Beginn 18 Uhr, Eintritt frei

Anmeldung unter Telefon 04183/975 92 33 oder per Mail: witmuetz@bossard.de

 

Vortrag Dr. Tobias Hof, Institut für Zeitgeschichte München−Berlin (IfZ)

Dr. Tobias Hof trägt die Ergebnisse der externen Aufarbeitung zur Haltung des Ehepaares Bossard während des Nationalsozialismus vor.

 

Dienstag, 29. März 2022, Neues Atelier, Beginn 18 Uhr, Eintritt frei

Anmeldung unter 04183/5112 oder schmidt@bossard.de

 

Eine Pressemitteilung zur Veranstaltung finden Sie im Pressebereich als Download.

Das Vorgutachten finden Sie hier.

Die Veranstaltung wurde in einem Film festgehalten.

Programm 2021 - Ateliergespräche

Ateliergespräch: Hans-Jürgen Börner und Uta Falter-Baumgarten

Aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen findet die Veranstaltung am Mittwoch, dem 1.Dezember 2021, nicht statt.
Einen Ersatztermin geben wir bekannt.

 

Ateliergespräch: Hans-Jürgen Börner und Ivar Buterfas-Frankenthal


Die Veranstaltung hat stattgefunden: Dienstag, 13. Juli 2021, 18.00 Uhr 

Pressemitteilung Ateliergespräch

 

Programm 2021 - Podiumsdiskussion: "Die Kunststätte Bossard in Jesteburg. Ein Ort für Kunst, Denkmalschutz und Politik?"

Mittwoch, 03. November 2021, 18 Uhr

Auf dem Podium nehmen Platz und diskutieren:

Rainer Rempe, Landrat Landkreis Harburg
Dr. Elke Gryglewski, Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und Leiterin der Gedenkstätte Bergen Belsen, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
Dr. Jörn Lütjohann, Rechtsanwalt
Michael Fürst, Vorsitzender Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen
Dr. Klaus Püttmann, Regionalreferat Lüneburg des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege

Pressemitteilung zur Veranstaltung

Programm 2021 - Podiumsdiskussion: "Zwischen Zeitgeschichte, Denkmalpflege und demokratischer Verantwortung - vom korrekten Umgang mit fragwürdigen Symbolen"

Die Veranstaltung wurde verschoben. Ein neuer Termin ist in Planung.

 

Sonderausstellung "Reden wir über Bossard"

Im November 2019 stellt die Kunststätte Bossard das Projekt „Bossard neu denken“ öffentlich vor. Mit dem Bau eines neuen Eingangs- und Ausstellungsgebäudes will die Kunststätte Bossard den Museumsbetrieb zukunftsfähig machen. Dieses Projekt wurde in der Folge in der Öffentlichkeit und in den Medien stark diskutiert.

Insbesondere die Person Johann Michael Bossard und seine Haltung zum nationalsozialistischen Regime in Deutschland gerieten dabei in den Mittelpunkt. In unserer Sonderausstellung zeigen wir den Beginn und die Entwicklung dieser Diskussion.

Die Ausstellung thematisiert nicht nur die museumseigene Geschichte, Handlungen, Ereignisse sowie deren Auswirkungen, sondern rückt auch die Kommunikation zwischen Museum, Presse und Öffentlichkeit in den Fokus.

 

Raum für die Ausstellung bietet ein Seecontainer, der auf dem Gelände an geeigneter Stelle positioniert wird. Diese Form ist konsequent mit dem Inhalt verknüpft, denn sie zeigt den Ursprung des Konfliktes, das Neubauprojekt als Gegenentwurf zu den begrenzten und einschränkenden räumlichen Arbeitsbedingungen vor Ort. 

 

Neben der äußeren Gestaltung des Containers mit Silhouetten, bietet der begehbare Raum fest installierte Ausstellungstafeln, die thematisch und chronologisch gegliedert sind. Kurze und informative Texte werden von Fotos und Grafiken begleitet. Ein Zeitstrahl vermittelt die zum Teil kurz aufeinanderfolgenden wichtigen Ereignisse auf visuell eingängige Art. Bedeutendes Medium der Ausstellung ist eine Audiostation, die als interaktives Besucherelement die Ausstellung belebt.

 

 

 

 

Aufbau der Ausstellung

Erleben Sie in einem Kurzfilm die Anlieferung des Seecontainers unter den schwierigen Bedingungen unseres denkmalgeschützten Geländes und die Einrichtung der Ausstellung. 

Virtuelle Eröffnung der Sonderausstellung

Die Leiterin der Kunststätte, Heike Duisberg-Schleier, und Projektleiterin Viktoria Nixdorf laden zu einem virtuellen Rundgang durch die Sonderausstellung ein. 

Ateliergespräch

Wir haben das Ateliergespräch zwischen Ivar Buterfas-Frankenthal und Hans-Jürgen Börner aufgezeichnet.

Podiumsdiskussion 2021

Die ungeschnittene Podiumsdiskussion finden Sie auf unserem YouTube Kanal.

Externe Forschung - Vorgutachten

Am 29. März 2022 fasst Dr. Tobias Hof die Ergebnisse seiner ersten Forschung an der Kunststätte Bossard im Rahmen eines Vortrags für die Öffentlichkeit zusammen. Das Vorgutachen finden Sie hier.

Präsentation des Vorgutachtens - Mitschnitt der Veranstaltung

Wir haben die Vortragsveranstaltung mit PD Dr. Tobias Hof in einem Kurzfilm festgehalten.