Reden wir über Bossard

 

"Reden wir über Bossard" lautet der Titel unserer Sonderausstellung auf dem Gelände der Kunststätte und unserer neuen Veranstaltungsreihe! 

 

In der jüngeren Vergangenheit entwickelte sich eine kontroverse Debatte in den lokalen und überregionalen Medien, die sich mit der Haltung des Ehepaars Bossard zum nationalsozialistischen Regime befasst. Wir greifen das Thema auf und kommen mit unseren Besuchern ins Gespräch. 

 

Unsere Veranstaltungsreihe besteht aus Ateliergesprächen und Podiumsdiskussionen. Fachleute diskutieren unter anderem über die Rolle von Kunst und Kultur im Spannungsfeld von Politik und Zeitgeschichte oder über Fragen des Denkmalschutzes. Für das Konzept der geplanten Podiumsdiskussionen hat die Kunststätte Bossard den Kultursommerpreis des Landkreises Harburg 2021 gewonnen. 

 

Bitte melden Sie sich zu den Veranstaltungen telefonisch unter 04183/5112 oder info@bossard.de an.

 

Unsere Sonderausstellung präsentieren wir Ihnen in direkter Nähe zum Eingangsgebäude. Wir nutzen dafür einen Seecontainer, den wir für die Jahresausstellung passend eingerichtet haben. 

Unsere Ausstellung stellt insbesondere die Kommunikation zwischen Museum und Öffentlichkeit in den Fokus. Es geht hierbei um das Beispiel einer intensiv geführten Debatte im Zusammenhang mit einer Kulturinstitution und dem Umgang mit der Geschichte.

 

Ateliergespräche

Ateliergespräch: Hans-Jürgen Börner und Ivar Buterfas-Frankenthal


Die Veranstaltung hat stattgefunden: Dienstag, 13. Juli 2021, 18.00 Uhr 

Pressemitteilung Ateliergespräch

 

Podiumsdiskusion, 10. Juni 2021, 18 Uhr (verschoben)

"Die Kunststätte Bossard in Jesteburg. Ein Ort für Kunst, Denkmalschutz und Politik?"

Wir wünschen uns eine lebhafte Diskussion mit einem aktiven Publikum. Die aktuellen Corona-Auflagen bieten derzeit keine Möglichkeit, viele Gäste an der Kunststätte zu empfangen. Wir geben den neuen Termin so schnell wie möglich bekannt. 

Auf dem Podium nehmen Platz und diskutieren:

Rainer Rempe, Landrat Landkreis Harburg
Dr. Elke Gryglewski, Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und Leiterin der Gedenkstätte Bergen Belsen, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
Dr. Jörn Lütjohann, Rechtsanwalt, CDU Kreistagsabgeordneter im Landkreis Harburg
Michael Fürst, Vorsitzender Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen
Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover

Podiumsdiskussion, 30. September 2021, 18 Uhr

"Zwischen Zeitgeschichte, Denkmalpflege und demokratischer Verantwortung - vom korrekten Umgang mit fragwürdigen Symbolen" 

Unsere Gäste sind: 

Prof. Dr. Kai Kappel, Professor für Architekturgeschichte und des Städtebaus und Prodekan für Lehre und Studium der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät
Dr.-Ing. Christina Krafzcyk, Präsidentin Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege
Dr. Hans-Heinrich Aldag, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landkreis Harburg und Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Kunststätte Bossard
Dr. Franz Rainer Enste, Niedersächsischer Landesbeauftragte gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens

Sonderausstellung "Reden wir über Bossard"

Im November 2019 stellt die Kunststätte Bossard das Projekt „Bossard neu denken“ öffentlich vor. Mit dem Bau eines neuen Eingangs- und Ausstellungsgebäudes will die Kunststätte Bossard den Museumsbetrieb zukunftsfähig machen. Dieses Projekt wurde in der Folge in der Öffentlichkeit und in den Medien stark diskutiert.

Insbesondere die Person Johann Michael Bossard und seine Haltung zum nationalsozialistischen Regime in Deutschland gerieten dabei in den Mittelpunkt. In unserer Sonderausstellung zeigen wir den Beginn und die Entwicklung dieser Diskussion.

Die Ausstellung thematisiert nicht nur die museumseigene Geschichte, Handlungen, Ereignisse sowie deren Auswirkungen, sondern rückt auch die Kommunikation zwischen Museum, Presse und Öffentlichkeit in den Fokus.

 

Raum für die Ausstellung bietet ein Seecontainer, der auf dem Gelände an geeigneter Stelle positioniert wird. Diese Form ist konsequent mit dem Inhalt verknüpft, denn sie zeigt den Ursprung des Konfliktes, das Neubauprojekt als Gegenentwurf zu den begrenzten und einschränkenden räumlichen Arbeitsbedingungen vor Ort. 

 

Neben der äußeren Gestaltung des Containers mit Silhouetten, bietet der begehbare Raum fest installierte Ausstellungstafeln, die thematisch und chronologisch gegliedert sind. Kurze und informative Texte werden von Fotos und Grafiken begleitet. Ein Zeitstrahl vermittelt die zum Teil kurz aufeinanderfolgenden wichtigen Ereignisse auf visuell eingängige Art. Bedeutendes Medium der Ausstellung ist eine Audiostation, die als interaktives Besucherelement die Ausstellung belebt.

 

Aufbau der Ausstellung

Erleben Sie in einem Kurzfilm die Anlieferung des Seecontainers unter den schwierigen Bedingungen unseres denkmalgeschützten Geländes und die Einrichtung der Ausstellung. 

Virtuelle Eröffnung der Sonderausstellung

Die Leiterin der Kunststätte, Heike Duisberg-Schleier, und Projektleiterin Viktoria Nixdorf laden zu einem virtuellen Rundgang durch die Sonderausstellung ein. 

Ateliergespräch

Wir haben das Ateliergespräch zwischen Ivar Buterfas-Frankenthal und Hans-Jürgen Börner aufgezeichnet.